Puky ZL 16 Alu – Bewertung Lefdi

Kategorie:
Komplettbikes

Datum: 11.03.10

Autor:


kommentieren?

Wir haben im Frühjahr 2009 das Puky ZL 16 für unsere damals 3 ½ jährige Tochter gekauft, sozusagen als Ostergeschenk.
Nachdem wir ja beim Laufrad eines anderen Herstellers nicht sonderlich begeistert waren, haben wir uns entschlossen, dieses mal gleich einen Hersteller zu nehmen, welcher sich auf Kinderfahrzeuge spezialisiert hat.
Und hier ist die Fa. Puky ja kein Unbekannter in der Branche.

Wir haben bewusst auch kein gebrauchtes Fahrrad gekauft, weil ja unser Sohn noch nachkommt und das Fahrrad daher 2 Kinder aushalten sollte.

Preis / Leistungsverhältnis:
Zugegeben, ganz günstig sind die Puky-Fahrräder nicht. Bei einem Preis von knapp 180 € ist man schon am überlegen ob man nicht doch ein günstigeres oder gebrauchtes Kinderfahrrad kauft.
Vor allem wenn man sich vorstellt, wie das Fahrrad dann auch mal unachtsam auf die Straße knallt.
Letztendlich haben wir es dann doch in blau gekauft. Die Farbauswahl war zum damaligen Zeitpunkt nicht riesig.
Entweder blau oder rosa / lilatöne. Da war die Auswahl schnell erledigt.
Dem Preis gegenüber steht aber aus meiner Sicht ein sehr gutes Leistungsverhältnis was sich auch in der Verarbeitung zeigt.
Es klappert nichts, alles ist sehr stabil gebaut und selbst nach einigen Stürzen ist alles da wo es ein muss.
Somit muss man an dieser Stelle die sehr gute Verarbeitung in den Vordergrund stellen, was dann einen höheren Preis gerechtfertigt.

Gebrauch:
Nachdem unsere Tochter direkt vom Laufrad auf das Fahrrad umgestiegen ist, konnte man auf Stützräder verzichten.
Das Fahren ging nach ein paar Versuchen erstaunlich gut und unsere Tochter fühlte sich dann immer sicherer auf dem Fahrrad.
Dank des sehr tiefen und kindgerechten Einstieges ist ein mühsames aufsteigen über den Sattel nicht notwendig.
Lediglich das Bremsen bereitete ihr doch noch ein paar Probleme, da hier ja ein Umdenken vom Vorwärtstreten in die Gegenrichtung erforderlich ist.
Dies liegt allerdings nicht am Fahrrad.
Nachdem dies dann auch geklappt hat, war das Bremsen dann auch kein Problem, wobei die Rücktrittbremse eher der Favorit ist als die Vorderradbremse.

Nochmals kurz eine Anmerkung zur Stabilität.
Da der Papa natürlich auch mal testen wollte, wie die Bremsen funktionieren, hab ich mich auch mal draufgesetzt und bin ein paar Runden gefahren.
Also ein Körpergewicht von 75 kg hält das Fahrrad gut aus. So ist es dann Mama oder Papa möglich dem Kind zu zeigen wie man bremst oder ähnliches.

Dank des vorhandenen Gepäckträgers ist es auch möglich, dass unsere Tochter noch ihre Puppe mit spazieren fährt.

Aufgrund der Tatsache dass sich Sattel und Lenker noch höher einstellen lassen, kann das Fahrrad auch länger verwendet werden, bevor man auf eine andere Größe umstellt.

Noch etwas wichtiges zum Thema Spielefahrrad.
Wir sind vor dem Kauf auch immer davon ausgegangen, dass ein Kinderfahrrad ein Kinderfahrrad ist.
Dem ist aber nicht so.
Das Spielrad ist ein Kinderrad nach der DIN 79110 und gilt verkehrsrechtlich gesehen als Spielzeug. Also so wie z.B. Inliner oder Skateboards.
Die Folge davon ist, dass ein Spielrad also nicht auf der Straße fahren darf sondern auf dem Gehweg fahren muss.
Spielräder sind im weitesten Sinne einfache Fahrzeuge mit Reifengrößen von 12“ bis 18“, ohne Gangschaltung und meist mit tiefem Einstieg.
Es ergibt sich dann zwangsläufig die Frage, warum es solche Spielfahrräder gibt.
Nun, die Sonderrolle des Spielrades ergibt sich daraus, dass Kinder unter 8 Jahren zumeist noch Schwierigkeiten darin haben, mehrere Bewegungsabläufe miteinander zu koordinieren.
Das bedeutet, dass ein Kind, welches sich auf das Schalten konzentrieren müsste, aller Wahrscheinlichkeit nach so vom restlichen Straßenverkehr abgelenkt wäre, dass es hier zu gefährlichen Situationen kommen könnte.
Daher finde ich es sinnvoll, dass Spielräder ohne Zusatzkomponenten daher kommen, so dass sich das Kind voll und ganz auf das Fahren konzentrieren kann.
Man sollte auf jeden Fall bedenken, dass Spielräder rechtlich den Fußgängern gleichgestellt sind.

Gesamtfazit:
Wir sind immer noch sehr zufrieden mit dem Puky ZL 16 und können dies auch mit gutem Gewissen weiterempfehlen.
Die Verarbeitung und die Stabilität sind sehr gut was sich aber halt auch im Preis wieder spiegelt.
Man kann aber grundsätzlich sagen, dass wenn man 2 Kinder hat, sich die Neuanschaffung auf jeden Fall lohnt.

Diese Bewertung wurde eingereicht vom Community-Mitglied Lefdi

Sie spiegelt lediglich die selbst gemachten Erfahrungen wieder.


Weitere Testberichte zu diesem Produkt:




Kommentar hinterlassen